Abendspaziergang Wiesel

Abendspaziergang Wiesel am Sonnenberg – 27. Aug. 2020

Das Interesse am kleinen Raubtier Wiesel war erfreulich gross. Über zwanzig Personen nahmen am Anlass teil.

Eigentlich war ein Abendspaziergang geplant, doch die Zeit bis zum Eindunkeln war so kurz, dass die Veranstaltung auf dem Pausenplatz des Schulhauses Gabeldingen abgehalten wurde. Auch dabei war Smeralda, ein präpariertes Hermelin, welches kürzlich an einer Strasse gefunden wurde.

 

Die Untersuchung am Sonnen-berg mit Spurentunnels fand in diesem Jahr zwischen Mitte Juni und Ende August statt. Was sind Spurentunnels? In der Mitte der Spurentunnels gibt es eine Zone mit Stempelfarbe getränktem Filz. Beim Begehen durch Tiere bleibt Farbe an deren Pfoten, die dann auf den Kartons Spuren hinter-lassen. Diese können dann ausgewertet und einzelnen Tierarten zugeordnet werden.

Mit Infotafeln, Landkarten, Spurenkartons und verschiedenen Tierspuren wurde erklärt, wie und wo die Wiesel leben, wie sie sich fortpflanzen, was sie zum Leben brauchen und anhand welcher Merkmale sie erkannt werden. Was die Bauern freut: Sie fressen 1 – 2 Mäuse pro Tag, was bei einer Wiesel-Familie bis zu 2000 Mäuse pro Jahr bedeuten kann. Sie brauchen verschiedene geschützte Bereiche, wo sie vor anderen Raubtieren wie Vögel, Fuchs oder Katzen sicher sind, und die kleinräumig gut miteinander vernetzt sind.

Gemäss den vorläufigen Auswertungen ist am Sonnenberg ein einziges Hermelin zu erwarten. Ob einzelne Mauswiesel vorkommen, werden detaillierte Spuren-Analysen zeigen. Die Hoffnungen über deren Vorkommen sind allerdings gedämpft.

In den nächsten paar Jahren sollen über den gesamten Südhang des Sonnenberges verteilt Asthaufen erstellt werden, wo die Wiesel ihre Jungen aufziehen können und wo sie gut geschützt sind. Gestartet wird bereits diesen November. Wir haben die Hoffnung, dass viele freiwillige Helfer mittun und die Wiesel wieder zahlreicher werden.   Guido Huser

Funktionierende Zauneidechsenförderung

Funktionierende Zauneidechsenförderung in Kriens – 13. Aug. 2020

Bei mehreren Arbeitseinsätzen haben Mitglieder von KriensNatur für die Förderung und den Schutz der Zauneidechsen in Kriens gearbeitet. Das Ergebnis dieser Arbeiten konnte Robert Sticher anlässlich eines Abendspazierganges am 13. August einem Dutzend Interessierter vorstellen.

Ein grosser Wurzelstocksandhaufen dient den Zauneidechsen als Eiablageplatz und diverse neu angelegte Asttristen sind Versteck und Sonnenplatz zugleich. Wenn die Nacht noch kühl ist und die Tage schon warm, kommen die Echsen vor allem am Morgen an ihre Sonnenplätze, auf dem neuen Wurzelstocksandhaufen an der Zumhofstrasse, um sich an der Sonne aufzuwärmen. Sie sonnen sich bevorzugt auf dem Totholz, welches sich schneller erwärmt als die umliegenden Steine oder der Sand. Andererseits bietet die dichte Vegetation daneben einen guten Schutz vor Fressfeinden und der Sand darunter ideale Bedingungen für die Eiablage. Ein eingezäuntes Trockenbiotop und mehrere sichere Rückzugsflächen in einem privaten Garten unterhalb der Zumhofstrasse bieten in Zukunft weiteren Lebensraum und Schutz.

Für KriensNatur und die Albert Koechlin Stiftung, welche das Projekt finanziert hat, ist es wichtig, die Zauneidechsen zu schützen und zu fördern. Dank diesem Projekt wird ein grosses Zauneidechsenvorkommen in Kriens erhalten, erweitert und besser vernetzt. Es ist zu hoffen, dass trotz der regen Bautätigkeit in der unmittelbaren Umgebung, die Zauneidechsen noch lange eine gesicherte Existenz am Sonnenberg haben werden.

Robert Sticher / Guido Huser

Spenden

 

Unser Beitrag – Ihre Spenden

So bunt und vielfältig ist unsere Umwelt, wenn wir die richtigen Momente einfangen. Wir wissen aber, dass wir für solche Beobachtungen schon heute viel unterwegs sein müssen.

Der Verein bezweckt die Förderung, die Pflege, die Verbesserung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen und die Sicherung der biologischen Vielfalt in Kriens und darüber hinaus. Wir wollen bei der Bevölkerung die Einstellung und Handlungsbereitschaft zum Schutz der biologischen Vielfalt aktiv fördern.

Durch Pflege, Unterhalt und Neuschaffung von naturnahen Gebieten engagieren wir uns ehrenamtlich für eine Aufwertung der Natur. Förderprojekte, wie kürzlich für Zauneidechsen umgesetzt oder wie gerade eben für Wiesel und Co. gestartet, können nur mit Spenden finanziert werden. Wir danken Ihnen herzlich für jeden Betrag.

Für jede Spende stellen wir Ihnen eine Spendenbestätigung aus. Da KriensNatur eine Untersektion von Birdlife ist, sind Spenden bei den Steuer abzugsberechtigt (bei Spenden insgesamt über CHF 100.00).

Unser Konto bei der Luzerner Kantonalbank AG, 6010 Kriens
Kontonummer: 2087.0143.2001 CHF
IBAN CH97 0077 8208 7014 3200 1

Erste Aktivitäten, Herbst / Winter 2018/19

Samstag 2. Februar 2019, Spuren im Schnee

Wir konnten bei perfektem Wetter ca. 40 Teilnehmer an unserer Exkursion Spuren im Schnee begrüssen. Zu entdecken gab es dank den Kenntnissen der lokalen Jagdgesellschaft u.a. Spuren von Fuchs, Dachs, Reh, Hirsch, Eichhörnchen und Marder.

Die Jäger konnten den interessierten Zuhörern dank ihre breiten Wissen über die Fauna im Krienser Hochwald zahlreiche Fragen beantworten. Ein gelungener Anlass mit guter Stimmung, der es sicher wert ist, wiederholt zu werden.


Samstag 12. Januar 2019, Wintergäste auf dem Rotsee

10 Personen trafen sich bei winterlich kaltem Wetter am Bahnhof Ebikon, von wo aus wir der Ron entlang bis zum Ruderzentrum am Rotsee wanderten. Unser Führer, Martin Buchs, ist Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Ebikon und kennt fast alles, was dort vorkommt.

 

Entsprechend vielfältig und spannend waren denn auch seine Ausführungen, die vom Unterschlupf der Teichhühner, über die Fische in der Ron, die Probleme mit den Neophyten bis zur Rotseerevitalisierung und natürlich zu den Wintergästen auf dem Wasser alles umfassten. Der Rotsee ist ein Naturjuwel in nächster Nähe und es lohnt sich sehr, dort etwas näher hinzuschauen.

 


27. Oktober, Eisvogel & Co. im Alpnacher Ried

Das kühle Wetter hielt die 16 Besucher unter der Leitung von Stephan Werner nicht davon ab, das Alpnacherried nach Eisvogel und anderen spannenden Arten abzusuchen.  Bereits kurz nach dem Start hörten wir im Schilf das Ferkelquieken der Wasserralle. Bald zeigten sich auch verschiedene Entenarten, wie Reiherenten, Schnatterenten und aufgescheucht zwei Löffelente, welche aber vor unseren Blicken schnell flüchteten.  Richtung Flugfeld sass ein Schwarzkehlchen auf einer Lampe und etwa 2000 Lachmöwen ruhten auf der Piste. Eine Feldlerche flog hoch über unseren Köpfen als plötzlich fünf aufgescheuchte Bekassinen auftauchten zwei- dreimal über dem Wasser kreisten, bevor sie wieder im Schilf verschwanden. Auf der östlichen Seite, am Ufer der Sarneraa hörten wir dann den hohen Ruf des Eisvogels und sahen ihn über dem Wasser Richtung Sarnen verschwinden.


6. Oktober 2018, Euro Birdwatch 2018 auf dem Sonnenberg

Bei idealen Wetterverhältnissen konnte KriensNatur, zusammen mit dem OGL und unterstützt durch Stefan Werner von der Vogelwarte Sempach auf dem Sonnenberg den herbstlichen Vogelzug beobachten. Über 5000 Vögel, vom Fischadler bis zum Girlitz (total 54 Arten), konnten gezählt und bestimmt werden. 250 Personen informierten sich zudem im Verlaufe des Tages vor Ort am Infostand und liessen sich von den anwesenden Feldornithologen in die Geheimnisse des alljährlichen Vogelzuges einweihen.


10. September 2018, Abendspaziergang Spinnen in Kriens

Bei der Spinnenexkursion mit Biologin Catherine Zinkernagel waren 13 Personen dabei. Sie haben viel Neues über die Spinnen erfahren, so über raffinierte Fangwerkzeuge und faszinierende Balzrituale der Männchen.

 

 

 

 


8. September 2018, Herbstzug: Vogelrastplatz Wauwilermoos

Neuntöter (© Michael Gerber)

Die Exkursion von BLL mit KriensNatur zum Thema Vogelzug ins Wauwilermoos war traumhaft. Über 30 Teilnehmer waren bei bestem Wetter dabei. Es wurden Bienenfresser, Eisvogel, Blaukehlchen, Braunkehlchen, Drosselrohrsänger und Neuntöter entdeckt.

 


31. August 2018, Gründungsversammlung

An der Gründungsversammlung durften wir vier Initianten über 70 Gründungsmitglieder in der Aula des Schulhauses Obernau begrüssen. Überwältigend von diesem grossen Interesse verleiht dies zugleich Ansporn und Motivation für die Zukunft.
Die Gründungsversammlung mit Statutengenehmigung und Wahl der Mitglieder des Vorstandes sowie der Rechnungsrevisoren wurde speditiv abgehandelt. Bevor wir beim Apéro auf unseren neuen Verein anstossen konnten, erfuhren wir in einem Vortrag Interessantes über die Eulen.
Wir danken allen Gründungsmitgliedern für die Unterstützung und Sympathie für unseren neuen Verein. Zusammen sind wir stark und können etwas bewirken.

Zauneidechsen

Schutz und Förderung am Sonnenberg

Bei mehreren Arbeitseinsätzen haben Mitglieder von KriensNatur für die Förderung und den Schutz der Zauneidechsen in Kriens gearbeitet. Am Sonnenberg Südhang vom Mülirain im Westen bis zur Wihalde im Osten konnten wir 2019/2020 Vorkommen dieser einheimischen Echsenart nachweisen werden. Aber auch weiter westlich im Obernau, vermuten wir noch Vorkommen dieser immer seltener werdenden einheimischen schönen Eidechsen.

KriensNatur konnte mit diversen Arbeitseinsätzen seit 2019 und dank der finanziellen Hilfe der Albert Koechlin Stiftung, das erste Naturschutzprojekt des noch jungen Vereins realisieren. Ein grosser Wurzelstocksandhaufen dient den Zauneidechsen als Eiablageplatz und diverse neu angelegte Astristen sind Versteck und Sonnenplatz zugleich. Wenn die Nacht noch kühl ist und die Tage schon warm, kommen die Echsen vor allem am Morgen an ihre Sonnenplätze, auf dem neuen Wurzelstocksandhaufen an der Zumhofstrasse, um sich von der Sonne aufwärmen zu lassen. Sie sonnen sich bevorzugt auf dem Totholz, welches sich schneller erwärmt als die umliegenden Steine oder der Sand. Andererseits bietet die dichte Vegetation daneben einen guten Schutz vor Fressfeinden wie der Hauskatze und der Sand darunter ist der ideale Platz für die Eiablage. Ein eingezäuntes Trockenbiotop und mehrere sichere Rückzugsflächen in einem privaten Garten unterhalb der Zumhofstrasse bieten in Zukunft weiteren Lebensraum und Schutz.
Die Zauneidechse ist, wie die meisten einheimischen Reptilien, auf der «Roten Liste der bedrohten Tierarten». Wegen dem Verlust an geeignetem Lebensraum und, im Siedlungsraum, wegen der grossen Zahl an Hauskatzen, nimmt ihr Bestand laufend ab. Aber nicht nur Hauskatzen bedrohen die Zauneidechsen. Die Bestände der Zauneidechse werden vor allem durch die Zerstörung von Lebensräumen und Kleinstrukturen dezimiert. Dazu gehören etwa die Rekultivierung von sogenanntem „Ödland“, die Wiederbewirtschaftung von Brachen, der Verlust von Randstreifen und Böschungen, allgemein eine intensive Landwirtschaft oder auch die Fragmentierung der Landschaft durch Straßenbau bzw. -verkehr und Siedlungsbau. Umso erfreulicher ist es, dass durch das Zauneidechsenprojekt von KriensNatur die Bevölkerung sensibilisiert wurde und dem Verein dadurch weitere Zauneidechsenvorkommen am Sonnenberg bekannt wurden.

Für KriensNatur und die Albert Koechlin Stiftung ist es wichtig, die Zauneidechsen zu schützen und zu fördern. Dank diesem Projekt wird ein grosses Zauneidechsenvorkommen in Kriens erhalten, erweitert und besser vernetzt. Es ist zu hoffen, dass trotz der regen Bautätigkeit in der unmittelbaren Umgebung, die Zauneidechsen dank Kompensationsmassnahmen noch lange eine gesicherte Existenz am Sonnenberg haben werden.

 

Kurz nach der Umsetzung Zauneidechsen an Ort.
Beitrag und Fotos von Robert Sticher

 

Mitgliedschaft

KriensNatur – gemeinsam für eine intakte Umwelt

KriensNatur bezweckt die Förderung, die Pflege, die Verbesserung und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen und die Sicherung der biologischen Vielfalt in Kriens und darüber hinaus. Wir setzen uns für ein verstärktes Verantwortungsbewusstsein für die Natur, die Umwelt, das Verhalten und den Konsum ein.

KriensNatur ist eine Sektion von BirdLife Luzern. Zusammen mit KriensNatur umfasst der Kanton Luzern 20 Sektionen mit rund 3000 Mitgliedern. National sind es über 65 000 Natur- und Vogelschützerinnen und -schützer in rund 440 lokalen Sektionen.

PDF Mitgliederflyer KriensNatur 2018

  • Einzelmitglied: CHF 40.–/Jahr
  • Familienmitglied: CHF 60.–/Jahr
  • Jugendmitglied: gratis
  • Kollektivmitglied: CHF 200.–/Jahr

Aufrundungen, beispielsweise zu Gunsten unserer weiteren Aktivitäten für den Vogelschutz, sind immer willkommen.

Unser Konto bei der Luzerner Kantonalbank AG,  6010 Kriens

Kontonummer: 2087.0143.2001 CHF

IBAN CH97 0077 8208 7014 3200 1

Wenn Sie Mitglied bei KriensNatur werden möchten, füllen Sie bitte das unten stehende Formular aus, oder rufen Sie an: Robert Sticher, Präsident 079 309 91 64.

Veranstaltungen

Wichtige Informationen

Ab Mai 2021 werden  wieder Veranstaltungen durchgeführt. Sie werden demnächst aufgeschaltet.

Anmeldungen
Hier finden Sie die ausführlichen Informationen zu den Veranstaltungen.
Auf den entsprechenden Veranstaltungsseiten können Sie sich auch direkt anmelden. Eine Anmeldung ist nur erforderlich, wenn es ausdrücklich angegeben ist. Bei beschränkter Teilnehmerzahl erfolgt die Berücksichtigung in der Reihenfolge der Anmeldungen.

Kosten und Versicherung
Wo nichts anderes vermerkt, sind die Exkursionen kostenlos. Allfällige Reisekosten gehen zulasten der Teilnehmenden. Die Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.

Wetter/Info-Telefon
Wenn nichts anderes vermerkt ist, finden die Veranstaltungen bei jedem Wetter statt. Bei Wettereinschränkungen finden Sie die notwendigen Informationen bei den einzelnen Anlässen.

BirdLife Luzern und BirdLife Schweiz bieten zahlreiche Exkursionen und Kurse an. Bitte informieren Sie sich unter www.birdlife-luzern.ch und www.birdlife.ch

Vorstand

von links nach rechts
Robert Sticher, Präsident; Nathalie Mil, Vize-Präsidentin; Karin Solari, Kassiererin; Guido Huser, Kommunikation / Projekt Wiesel; Michèle Binggeli, Aktuarin; Patrick Koch, Projekte & Nisthilfen

Vorstandssitzung finden in der Regel einmal monatlich statt. Gerne können Sie ein Anliegen einbringen oder sich darüber informieren. Schreiben Sie uns unter info@kriensnatur.ch